300 Autonome demonstrieren in Ratzeburg

Ratzeburg – „Nazis von der Straße fegen“ und „Nazis raus“ – etwa 300 Anhänger der linken Szene zogen gestern als „Schwarzer Block“ durch Ratzeburg. Unter anderem aus Lüneburg, Berlin und Hamburg waren schwarz vermummte nach Ratzeburg gekommen. Aufgerufen zu der Demonstration hatte die Antifa Herzogtum Lauenburg.

Die Aktivisten wollten damit gegen den gewalttätigen Übergriff mutmaßlicher Rechtsradikaler gegen eine Gruppe Alternativer in der Nacht auf den 25. Dezember in Ratzeburg protestieren.

Entgegen der ursprünglich geplanten Route vom Bahnhof bis zum Marktplatz durften die Demonstranten „aus verkehrstechnischen Gründen“ nur bis zum Rathausplatz ziehen. Mit einem Großaufgebot von 300 Beamten unter anderem der Einsatzhundertschaft aus Eutin und der Bundespolizei sowie zwei Wasserwerfern sicherte die Polizei die Veranstaltung ab. Die Ratzeburger Innenstadt wurde gegen die Demonstranten abgeriegelt.

Nach dem offiziellen Ende der Kundgebung kam es zu vereinzelten Provokationen. Immer wieder versuchten kleine Gruppen in die Innenstadt einzusickern und zum Ort des Übergriffes auf die Alternativen am Café „L‘ile“ vorzudringen. Und dann kam es zu Rangeleien zwischen Beamten und Vermummten.

Erst als die Polizei einen Wasserwerfer auffuhr, zogen sich die Teilnehmer schließlich zum Bahnhof zurück. Zwischenzeitlich hatten immer wieder Gerüchte über mögliche Störungen Rechtsradikaler für Unruhe unter dem Demonstranten gesorgt. Während der Demonstration war die Ratzeburger Innenstadt für mehr als eine Stunde für den Verkehr gesperrt.ch versuchen

Nach unbestätigten Meldungen gab es zwei Verletzte. In einem Fall soll ein Polizeihund gebissen haben.

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