Demobericht

Am 21.11.2009 führten wir unsere Gedenkdemonstration anlässlich der sich zum 17mal jährenden Brandanschläge von Mölln durch.
Angemeldet wurde die Demonstration von der Partei „die Linke“. Dies nahm vermutlich die Faschisten-Bande zum Anlass um das Auto von einem der Anmelder zu demolieren, in dem braune Farbe über das Auto gegossen wurde und mit Bauschaum versucht wurde den Motor lahm zu legen.
So weit so schlecht. Die Demonstration verlief trotzdem friedlich und ohne Zwischenfälle. Insgesamt zählte die Demonstration 120 Personen.
Unter den DemonstrationsteilnehmerInnen waren zu unserem Bedauern sehr wenig Möllnerinnen und Möllner. Ob dies an einem allgemeinen Desinteresse bezüglich des Themas lag, an der im Vorfeld verteilten Nazi-Propaganda oder dem sonnigen Wetter? Wir wissen es nicht.
Viel wesentlicher ist, dass wir auf unserer kleinen, aber doch feinen Demo gute Redebeiträge von der „Linken“, dem VVN/BdA, der autonomen Antifakoordination Kiel und der Antifaschistischen Aktion Lüneburg Uelzen hatten.
Ab dem Mühlenplatz wurde das Rufen von Parolen unterlassen, statt dessen wurde der Gedenkkranz vorne weg getragen und vor dem Brandhaus abgelegt.
Wir danken zum Schluss allen Gruppen, die uns im Vorfeld und bei der Demonstration unterstützt haben,einen besonderen Dank auch an das „Café Libertad“ aus Hamburg für die finanzielle Hilfe.

Eine Demonstration im Jahr ist nichts, sie kann lediglich ein Ausdruck sein und auf einen wichtigen Tag hinweisen. Viel wichtiger ist, dass Ihr – wir – alle uns jeden Tag gegen Antisemitismus, Rassismus und Abschiebung aussprechen und praktisch eingreifen.

Mit antifaschistischen Grüßen
Antifa Herzogtum Lauenburg [AHL]

DANKE !

DANKE an alle Menschen, die sich an der Demonstration beteiligten, uns im Vorwege unterstützten oder schlichtweg unsere Sache durch Aufrufe etc. publik machten. In den nächsten Tagen werden wir einen ausführlichen Bericht mit Bildern veröffentlichen.

Offizieller Aufruf zur Demonstration

Mölln Gedenkdemo

Mehr Infos gibt’s hier: moelln92.blogsport.de

Mölln `92 – Gedenken und anklagen!

„Ich kann es immer noch nicht fassen, was am 23. November 1992 mit meiner Familie geschehen ist. Es ist so schrecklich und grausam. Meine Frau Bahide ist tot, Enkelin Yeliz und Ayse Yilmaz sind tot. Meine Schwiegertöchter sind […] behindert und haben Schmerzen, die Familie ist überhaupt nicht mehr, was sie war. Meine Frau Bahide war der Mittelpunkt meiner Familie – meines Lebens.“ (Nazim Arslan am 23. Juni 1993 vor dem II. Strafsenat, Oberlandesgericht Schleswig)

Am 23. November 1992 werden im Luftkurort Mölln, Schleswig-Holstein, Molotowcocktails in zwei Wohnhäuser geworfen. In den Flammen der faschistischen Anschläge sterben die 51-jährige Bahide Arslan, die zehnjährige Yeliz und die 14-jährige Ayse Yilmaz. Was für ein Leben diese drei Menschen heute führen würden, können wir nicht erahnen. Zusammen mit ihren Familien und Freunden möchten wir ihnen in diesen Tagen gedenken. Im gleichen Atemzug wollen wir jenen, die damals wie heute ihre eigene Rolle in diesem Drama nicht verstehen wollen, zurufen: „Hört auf mit eurem tatenlosen Gedenken! Es ist eine Entehrung der Ermordeten!“ (mehr…)

Demonstration… Gedenken und Anklagen!

Das Ereignis
Am 23. November 1992 kam es in Mölln zu rassistisch motivierten Brandanschlägen auf zwei Häuser, in denen Menschen mit Migrationshintergrund wohnten. Ein Haus brannte nieder, doch die BewohnerInnen konnten sich retten. In dem zweiten Haus welches angezündet wurde, starben Yeliz Arslan, Ayse Yilmaz sowie Bahide Arslan „ von deutscher Hand“. (unbekannter Interpret)
Noch während der Löscharbeiten gab es Bekenneranrufe bei der Polizei, die mit dem Ausruf „Heil Hitler!“ beendet wurden. Obwohl die Anrufe nicht zurückverfolgt werden konnten, wurden die Täter ermittelt. Der damals 19-jährige Haupttäter wurde zu zehn Jahren Haft nach Jugendstrafrecht verurteilt und der 25-jährige Mittäter bekam eine lebenslange Freiheitsstrafe. Heute befinden sich beide wieder auf freiem Fuß.
(mehr…)

Soli- Party für die antifaschistische Arbeit im Kreis

Alle Informationen, die ihr braucht:
Soli-Party

Demo in Schwarzenbek!

Am Freitag, den 25.9.2009 wird eine Demonstration gegen die aktuelle Gewalt der Nazis, aber auch der alltäglichen, subtilen Gewalt durch die Gesellschaft stattfinden. Dabei sollen verschiedene Initiativen Gelegenheit bekommen, ihre Sicht der Dinge zu schildern und ihre individuelle Art von Protest auf die Straße zu tragen. Wir wollen mit dieser spontanen Demonstration darauf aufmerksam machen, dass es hätte viel schlimmer kommen können und das Ausmaß der Gewalt einen Punkt erreicht hat, an dem mit aller Vehemenz und Entschlossenheit gegen Nazis und ihre Strukturen aktiv vorgegangen werden muss. Andererseits agieren sie im Verborgenen, sodass nur manchmal etwas wie dieser Anschlag zu Tage tritt. Wir sind sehr froh darüber, wie glimpflich der Brand verlaufen ist und möchten dabei dennoch den Ernst der Lage betonen!
Aus diesem Grund wollen wir in Schwarzenbek ein Zeichen setzen, sodass die Menschen mit den Drohungen über künftige Brandanschläge nicht alleine sind. Aber wir möchten auch vermitteln, wie wichtig antifaschistische Arbeit ist, die nicht nur Lippenbekenntnisse hervorbringt, sondern den Nazis etwas praktisch entgegensetzt.
Nazis und Nationalisten den Raum nehmen, damit andere Menschen ihn nutzen können!
Für die Freiheit, für das Leben!

25.9.2009
18.00 Uhr
Bhf. Schwarzenbek

Rassistischer Brandanschlag in Schwarzenbek

Am 21. September 2009 ereignete sich in den frühen Morgenstunden in
Schwarzenbek ein schwerer Brandanschlag auf das „Feuerschloss“, ein
bekanntes Lokal in dieser Region. Dabei wurden auf dem Hof des Geländes
Fensterscheiben eingeschlagen und drei Molotovcocktails hineingeworfen,
welche zum Glück nicht zündeten. (mehr…)

NPD Infotisch in Mölln blockiert

Am heutigen Samstag (01.08.2009) hielt die NPD in der Möllner Innenstadt einen Infotisch ab. Passanten, sowie Möllner Bürger zeigten Desinteresse und straften die NPD-Mitglieder mit Ignoranz ab.
Angemeldet wurde der NPD-Infotisch von Regina Bäselt, einem Mitglied des NPD-Kreisverbandes Lauenburg / Stormarn. Zusammen mit ihrem Mann Karsten Bäselt und zwei weiteren Mitgliedern des NPD-Kreisverbandes schlug der braune Konsens um 8.30 Uhr in der Hauptstr. 71 vor dem Herti-Gebäude in der Möller Innenstadt auf.
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Info-Tisch der Nazis erfolgreich blockiert

Info-Tisch der „Nationalen Offensive Herzogtum Lauenburg“ am 04.07.2009 in Ratzeburg erfolgreich blockiert!

Die Antifaschistische Aktion Herzogtum Lauenburg (AHL) konnte über 50 AntifaschistInnen mobilisieren, das „Bündnis für ein Miteinander mit Respekt und Menschenwürde“ protestierte gegen die Neonazis mit rund 200 Menschen.
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Neue E-Mail-Adresse

Wir haben eine neue E-Mail-Adresse!

ahl@lnxnt.org

Die alte E-Mail-Adresse bleibt für eine Übergangszeit von ein paar Monaten noch aktiv.
Demnächst wird auch ein Postfach eingerichtet, sodass wir auch auf diesem Wege erreichbar sein werden.

Mit antifaschistischen Grüßen
Eure AHL



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